1909  De eerste Vierdaagse Afstandsmarsen worden gehouden

Die Geschichte 

der Nimwegener Viertage Distanzmärsche

Am dritten April 1908 wird Der Niederländische Bund für Leibesübungen gegründet. Erste beachtenswerte Aktion der neuen Organisation ist die Veranstaltung des vornehmlich für Wehrmachtsangehörige gedachten Distanzmarsches von 1909. Es kann aus 13 verschiedenen niederländischen Orten gestartet werden. In vier Tagen werden 140 Kilometer zurückgelegt, wobei man erst am letzten Tag wieder zum Startort zurückkehrt. 

Es starten 306 Wanderer, viel mehr als die 40 Teilnehmer, die ein Jahr später aus der einzig verbliebenen Startstadt Arnheim begannen. Sie hatten die Wahl zwischen 35, 45 oder 55 Kilometer. Mit Utrecht als Startstadt biwakierte die anhaltend wachsende Wanderlegion in 1912 am dritten Tag in der Prinz Hendrikkaserne in Nimwegen, die auch am vierten Tag das Kasernengelände als Ankunftsziel diente. 

Ein anscheinend gelungenes Experiment, weil ein Jahr später die Wanderer schon wieder am dritten und vierten Tag in Nimwegen empfangen wurden; eine Tradition wird geboren. Von den 151 Teilnehmern, unter ihnen eine Frau, erreichten sogar 143 das Ziel, Grund für die Organisatoren der Distanzmarsch zu erschweren und eine Zeitlimit einzustellen; 12 Stunden für 35 und 45 Kilometer, 13 Stunden für 55 Kilometer! Wegen des ersten Weltkrieges wurden 1914 und 1915 keine Viertagemärsche organisiert. 1916 ist Lager Nieuw Millingen täglich Start- und Ankunftsort der 152 teilnehmenden Wehrmachtsangehörigen als auch der erstmals mitwandernden Bürger. Insgesamt sechs. Neuheiten in 1917 waren die Kampfgewandtheitsforderung für Wehrmachtsangehörige: innerhalb einer Stunde nach dem Marsch musste eine 800 Meter lange Strecke mit Hindernissen zurückgelegt werden und anschließend ein 200 Meter Schnelllauf. Wer hierzu noch in der Lage war hatte nach der Organisation erst Recht auf das heißbegehrte Viertagekreuz. 1918 ist ’s Hertogenbosch die Startstadt und 1919 bekommt in der Startstadt Amersfoort die erste Frau das Bundeskreuz angesteckt; sie vollbrachte den 50 Kilometermarsch. Das nächste Jahr wird die Länge der Märsche neu festgelegt: 

Bürger können zwischen 45 oder 55 Kilometer wählen, Wehrmachtsangehörigen mit Marschgepäck 40 Kilometer, ohne Gepäck 50 Kilometer, während Frauen 40 Kilometer zurückzulegen hatten. Start und Ankunft waren in Nimwegen. Die Teilnehmer übernachteten in einer Infanteriekaserne. Am letzten Tag wurden die 428 Wanderer, Frauen und Bürger voran, ab der Fähre Zeldenrust in die Stadt geholt unter musikalischer Begleitung des Musikkorps der Kolonialreserve. 

Die "blauwvosjes" auf dem Molenveld

Im nächsten Jahr empfängt Amersfoort das Viertagelegion, 44,6 % der Wanderer erreicht das Ziel nicht. 1922 kehrt die Legion nach Nimwegen zurück. Es ist Platz für 6000 Teilnehmer, während sich 1100 eingeschrieben haben. Sie finden alle Unterkunft in der Prinz Hendrikkaserne. Der Viertagemarsch wird erstmals abgeschlossen mit einem Blasenball. 1923 und 1924 sind Nimwegen beziehungsweise Breda Start- und Ankunftsstadt und der Viertagemarsch wird erstmals eröffnet für nicht militärische Abteilungen zugelassen. 1925 wird unsere Kaiserstadt endgültig als Viertagestadt ausgerufen. Das Den Hager Fräulein de Jongtien schaffte als erste Frau in der Viertagegeschichte die vier mal 55 Kilometer. 1926 schreibt Rittmeister A. van der Groes aus Amersfoort Geschichte; er wird der erste Goldkreuzträger; er vollbringt 10 Mal den Viertagemarsch und neben dem Viertagekreuz einen Pokal aus Silber, die Schaumünze des Fremdenverkehrsamtes, ein Album und eine silberne Plakette. 

Wanderverein Noviomagum

Traurige Viertagenachrichten aus 1927. Der erste Tote ist zu bedauern; K Rozeboom stirbt an einem Hitzschlag, zugezogen am zweiten Tag. Im Olympiajahr 1928, dürfen zum ersten Mal Ausländer am Viertagemarsch teilnehmen. Die Fahnenparade, im Hof der Prinz Hendrikkaserne, hält seinen Einzug. Deutschland, Großbritanien, Frankreich und auch eine Norwegische Wehrmachtsgruppe sind vertreten, aber Letztgenannte empfangen kein Viertagekreuz. Vier Tage hintereinander machen sie aus dem Marsch einen Wettkampf und kommen jeden Tag als erste an. Aber das will die Organisation nicht fördern. Während der warmen Viertage von 1929 werden die Teilnehmer von einem Dampfschiff die Maas gesetzt und am vierten Tag wird die Strecke in ein schattenreicheren Gebiet verlegt. Auch werden Kontrollposten eingeführt. Im Jahr darauf wird das Interesse der Stadt Nimwegen, die Viertage zu behalten, immer deutlicher. Es wird ein Zuschuss von 250 Gulden seitens der Organisation gewährt.1931 beträgt der Etat der Organisation 14.000 Gulden, bestehend aus einem Zuschuss von 500 Gulden und einer Einschreibegebühr der Teilnehmer von sechs Gulden fünfzig für Vollpension und zwei Gulden fünfzig ohne Verpflegung. Es starten über 2000 Teilnehmer. Von denen nehmen über 1000 an de Fahnenparade auf dem Mühlenfeld hinter der Kaserne teil. Nationalhymnen und das Hissen der Fahnen finden vorher in einen Festmarsch der Teilnehmer durch die Innenstadt von Nimwegen statt. 

Vielleicht beeinflusst von dieser Vorgehensweise gibt es im nächsten Jahr mehr Bürgerteilnehmer als Wehrmachtsangehörige und Herr Von Mechelen wird inspiriert zur Komposition des Opus 12 oder „De Vierdaagsche, bekannter als das Viertagelied. Die AVRO veranstaltet aus dem Konzertgebäude „De Vereeniging“ eine erste Radiosendung über den Viertagemarsch. Der 16 jährige Junge Maarten Schakel läuft im nächsten Jahr zum ersten Male die Viertage und setzt danach kein einziges mal mehraus. Die Wärme zwingt die Organisation zur Einrichtung von wechselnden Start- und Ankunftszeiten. Das ist drei Norweger Wehrmachtsangehörigen wohl nicht genehm; abermals benehmen sie sich als Wettkampfläufer und werden disqualifiziert.

Herr J.N. Breunese schreibt in seinem Rede- und Bilderbüchlein „De Vierdaagse“ im Jahre 1933:

„Das Ansehen der Märsche wird erheblich erhöht, wenn alle Läufer in einer ordentlichen Uniform antreten. Obwohl – im Allgemeinen gesprochen – an der Kleidung der Teilnehmer kein Anlass zur Besorgtheit vorliegt, so schleichen sich seit dem vorigen Jahr unerwünschte Zustände ein. Wir schätzen es nicht für angebracht, wenn einige Teilnehmer, wie wir bei den letzten Märschenzu sehen war, eine große Anzahl von Medaillen an der Brust hängten, die sie bekommen haben, weil sie mehr oder weniger unbedeutende Märsche hinter sich gebracht haben. Wenn man sein Vereinsabzeichen trägt, ist das zu verstehen. Indem man das Bundeskreuz trägt, zum Zeichen, dass man bereits im vorigen Jahr erfolgreich teilgenommen hat, ist hervorragend, aber wir würden sagen wollen: man soll es dabei belassen. Man macht sich wahrhaft lächerlich, wenn man sich mit 10 oder 15 Medaillen an die Brust gesteckt produziert und dies dann während der vier Marschtage auf der Bildfläche erscheint. Populär gesagt: kein schöner Anblick."

Das Dorf Berg en dal wird sowohl am ersten als auch am dritten Tag durchwandert; für die erstmals teilnehmenden Schweizer wahrscheinlich kein Problem (klicke hier für den Streckenplan) !934 wurde das erste goldene Kreuz für zehn Viertagemärsche verliehen an Frau Kley-Vrijenhoek. Ab 1925 begleitete sie ihren Mann beim Marsch. Bei Cuijk wurdezum ersten Mal eine Pontonbrücke aufgebaut; eine feste, denn die Soldaten hatten beträchtliche 17 Kilogramm Gepäck mitzutragen, vier Tage lang……

Alle miteinander auf der Fähre "Zeldenrust" 

Die 25. Viertage von 1935 (klicke hier für das komplette Programmheft) hatten gerade etwas mehr als 3000 Teilnehmer, die sich zum ersten Mal beurteilen lassen können für ihre Kleidung. Für Gruppen über zehn Personen gab es ein schönes Zeugnis zu verdienen. Im Jahre 1936 findet die Fähre ‚Zeldenrust’ endlich ihre Ruhe. Seitdem benutzt die Wanderlegion die Waalbrücke als Überquerungsstelle der Waal. Für 2,29% der Läufer doch noch eine Brücke zu weit.

Startbüro 1936

Die Zahl der Wanderfreudigen wächst anhaltend; 1937 gibt es zu 4000 Teilnehmern schon eine Erwägung, ob die Strecke nicht zu voll wird und seine Königliche Hoheit Prinz Bernhard sieht, dass es gut ist. Mittlerweile wird das Zeltlager am Molenveld zu groß, Grund um im Jahre 1938 die Fahnenparade zum ‚Wedren’ zu verlegen. Die 29. Viertage von 1939 werden die vorläufig letzten sein. Während die Vorbereitungen für die Viertage in Schwung sind, geplant vom 23. bis zum 26. Juli, fallen die Deutschen am 10. Mai 1940 in die Niederlande ein und es wird am 16. Juni dieses Jahres beschlossen, die Viertage abzusagen. Sechs Jahre lang wird Nimwegen sich ohne das Wanderfest begnügen müssen.

Der Krieg schlägt tiefe Wunde, Der Schaden ist groß und 2200 Nimweger lassen ihr Leben. Und doch werden etliche Versuche unternommen, denWanderern entgegen zu kommen; Im Jahre 1940 wird ziemlich erfolgreich ein Notviertagemarsch organisiert, aber dieses Bravourstückchen fand 1941 wegen des nationalen Versammlungsverbotes keine Fortsetzung. Grund für die am meisten fanatischen Läufer eben auf eigene Initiative den Marsch zu laufen.

Zwei Nimwegener Wandervereine, "Dubbele Adelaars Nijmegen" und "De Blauwvosjes" liefen vom 22. bis zum 25. Juli doch noch den Marsch. 

Wandersportverein Dubbele Adelaar Nijmegen

Erst ab 1946 werden wieder internationale Viertage Distanzmärsche organisiert. Während andere Städte auf der Lauer liegen,das Wanderereignis zu veranstalten, mobilisiert der „Viertageaktionsausschuss“ die Nimwegener Zivilbevölkerung und die Stadtverwaltung alles zu tun, die Viertage für die Stadt zu erhalten. Bürger könnten bei der Nimweger Bevölkerung einquartiert werden, die Soldaten in Schulen und öffentlichen Gebäuden. Die Stadtverwaltung wird um eine bedeutende Summe gebeten. Und so starten am 23. Juli 1946 die 30. Viertage mit über 4000 Teilnehmern.

Wanderverein „Robinson“ Nimwegen

Anscheinend angeregt von den Kriegsscherereien unternehmen ein Jahr später sogar 6776 Menschen den Marsch.

Bis 1951 bleibt die Teilnehmerzahl ziemlich stabil, aber dieses 7. Jahrfünft zieht über 9000 Wanderer nach Nimwegen, die in großer Zahl die erste Fahnenparade im Goffertatadion besuchen. In diesem Jahr wird auch der Verein goldener Kreuzträger gegründet; diejenige die 10 Mal oder mehr die Viertage absolviert haben, können Mitglied werden.

Die Jahre 1953 und 1954 stehen im Zeichen vom Konflikt zwischen der NbvLO (die Viertageorganisation) und dem Bund Niederländischer Wandersport. Das resultiert aus einem Viertagemarsch in Apeldoorn an genau die gleichen Tage wie in Nimwegen. Im Jahre 1954 kommen jedoch über 10.000 Wanderer nach Nimwegen für, feuchte, Viertage. Ein Jahr später werden zum ersten Mal in der Geschichte auch tatsächlich über 10.000 Menschen das Ziel erreichen. 1956 fällt die Stadt ins volle Licht. Zehn Jahre Wiederaufbau und die 40. Viertage werden gefeiert unter zigtausende Lichter in der Stadtmitte, eine hervorragende Kulisse für den Viertagefilm: „ 4 x 40“ der ein Jahr später gezeigt werden soll. Die NBvLlO bekommt die Gelegenheit seiner 50 jährigen Existenz am 3. April 1958 eine ‚K’ dazu und darf sich daher also Königlich nennen.

Die Förderungsmedaille, die die Jugend seit 1947 angesteckt bekommt, wird im Jahre 1961 endlich umgewandelt in eine richtige Viertagemedaille und im Niederländischen Fernsehen ist freitags der Einzug zu sehen. Diese Werbung hat zu Folge, dass ein Jahr später knapp 250.000 Menschen während des Einzuges an der Strecke stehen. In diesem Jahr wird zum ersten Mal Lager „Heumensoord“ von den Soldaten in Gebrauch genommen. Die Anzahl der Soldaten wird im nächsten Jahr, wahrscheinlich wegen der Umstände in der Welt, bedeutend geringer werden. Auch stirbt 1963 Marschführer und Vorsitzender J.N. Breunese, der ab 1922 beteiligt an der Viertageorganisation war. Sein Name wird ab 1965 verknüpft am Breunesepokal. Die goldenen 50. Viertage sind im Jahre 1966.

Nicht weniger als 14.764 Wanderer beginnen den Marsch der Märsche, mit zum letzten Mal die 55 Kilometerstrecke. Das Jubiläum wird noch betont von zwei der Organisation geschenkten Kunstwerke, nämlich „Die Breunesebank“ und die von Vera Tummers-Van Hasselt hergestellte Statue „Zwei Wanderer“. Beide stehen heutzutage noch im Julianapark.

Seine Königliche Hoheit Prinz Claus der Niederlande schreibt sich mit seiner Teilnahme an dem Viertagejahr 1967 in den Geschichtebücher ein und 1968 tritt A.J. van Dongen an als neuer Marschführer der Viertage. In jenem Jahr trägt er die Sorge für eine Rekordzahl von Teilnehmern von fast 17.500. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ein Computer seinen Einzug hält bei der Viertageverwaltung. Der Nimweger Aktiv Ausschuss Innenstadt organisiert 1970 zum ersten Male die Sommerfeste, und Sommer wurde es. Am erste Marschtag 1970 wurden in Elst bereits 32 Grad Celsius gemessen. Die Mittagtemperatur blieb 4 Tage lang 34 Grad. Die Folge: Zwei Tote, eine Streckenkürzung von 10 Kilometer auf allen Distanzen, Erweiterung der Ankunftszeiten und die Zehnkilolast der Soldaten darf zu Hause gelassen werden. Ausgenommen vom Jahr 1956, geben eine Rekordzahl Teilnehmer auf, 1217 Wanderer schaffen die St.Annastraße nicht. Die darauffolgenden Jahre wird es während der Viertage immer lebhafter. Eine positive Folge für die Einen ist die Anerkennung im Guinnessbuch der Rekorde, für die Anderen sind die notwendigen Streckenanpassungen, und das Verweigern von Rollstuhlfahrern, die auch gerne mitmachen würden, eher negativ. Bei den 60. Viertagen im Jahre 1976 ist die Wanderlegion gewachsen bis über 17.000 Teilnehmer. Das Fest wird gekrönt mit der Ausgabe von der ersten Viertagebriefmarke von der PTT und im Bahnhofstunnel bekommen alle Teilnehmer während einer Art Freiluftempfang eine Erinnerung.

Ab 1977 starten die 50 Kilometerläufer im Dunkeln. Die Sommerzeit ist eingeführt. 

Dieser Abstand wird auch gerne von Frauen gelaufen, aber trotz des Protestes im Jahre 1978 bleibt es vorschriftsmäßig nicht gestattet. Die Viertageführung findet es offenbar biologisch unverantwortlich. Was wohl gestattet wird, ist die Senkung des Mindestalters der Teilnehmer. Das Alter geht von 13 auf 12 Jahre, offenbar biologisch verantwortet! Unverantwortlich zeigt sich dann wieder die Teilnahme eines Rollstuhlfahrers, dessen Karte 1979 nach dem ersten Tag wieder abgenommen wird. Aufstauung auf der Strecke und eine Phantombombe unter der Tribüne färben diese 63. Viertage. 

Alles wird wahrscheinlich keinen Zusammenhang haben, aber ein Jahr später dürfen sogar die Frauen die 50 Kilometerstrecke laufen. Von den 118 gestarteten Damen erreichten letztendlich 92 das Ziel. Zur Gelegenheit der 65. Viertage, diese Mal eine besondere Fahnenparade: „Eurpopas größtes Chor“ bestehend aus 1400 Sänger und ein 500 Personen zählendes Orchester, führt „Alle Menschen werden Brüder“ auf. Das muss einen schönen Klang von sich gegeben haben, denn ein Jahr später wurde dieser Musikalische Auftakt wiederholt mit dem sogenannten Eurovisionsmarsch, unter Kennern mehr bekannt als die Eröffnungsfanfare aus dem Nimwegener Te Deum, von Marc Antoine Carpentier, komponiert zum Anlass des Friedens von Nimwegen im Jahre 1678. Gleichzeitig ist es auch die 50. Fahnenparade. 

Ob die ‚verbannte Bomben-Fahne’ der Aktiongruppe „Gibt es hier Krieg?“ anwesend ist, ist unbekannt. 1983 bekommt die Viertage seine eigene Gladiole mit dem passenden Namen „Viertage“ und die St. Annastraße wird umgetauft in Via Gladiola. Dies alles zum 75. Geburtstag der KNBLO. Die Freude der Viertage von 1983 steht in krassen Widerspruch zu der Atmosphäre der Viertage von 1984. Die Aktionsgruppe ‚Gibt es hier Krieg?’ wird aus den Viertagen geworfen, am Einzugstag wird auf der St. Anna ein Gebäude geräumt und unter einer Tribüne eine Bombe entdeckt. Als ob noch nicht genug war, es war sehr schlechtes Wetter. Ein Jahr später gibt es wieder etwas zu feiern; Mies Klaver-Budding schaffte als erster Läufer in der Geschichte die Viertage zum 50. Mal. Dem Wunsch der Rollstuhlfahrer zur Teilnahme wird entgegengekommen: es werden Viertage für Rollstuhlfahrer in Delden organisiert. Wieder ein Jahr später: erneut zwei Läufer, die zum 50. Mal die Viertage schaffen: Annie Berkhout und Cor Pruijser. Mittlerweile geben sich Ingrid Biemans und Hans Daamen einander in Mook das Jawort; sie lernten sich vor vier Jahren während der Viertage kennen. In vollem Ornat gehen sie über die St. Annastraße Nimwegen einher. Nach 20 Jahren, sein Amt als Marschführer ausgeübt zu haben, nimmt A.J. van Dongen abschied. Sonstige Änderungen sind, dass die zwei Autobahnausfahrten der Waalbrücke den Soldaten zur Verfügung gestellt werden und im Stadttheater bekommt das Nothospital des Roten Kreuzes während der Viertage seine Unterkunft. 1988 gibt es über 30.000 Teilnehmer; unter denen die ersten Pskov-Bürger. Mit Rücksicht auf den Trubel beim Start und Ziel experimentieren Diplomwanderer dieses Jahr erstmals mit einem An- und Abmeldesystem und im nächsten Jahr wird ‚De Wedren’ mitgenommen als Start- und Zielort der 30 Kilometerläufer. Diese Stelle wird aber der fehlenden Pflasterung ein Jahr später schon wieder verlassen und eingetäuscht gegen den Julianapark. 

1991, die 75. Viertage, schreiben sich über 40.000 Teilnehmer ein. Eine derartig riesige Anzahl, dass die Organisation sich ein Jahr später entschließt zur Einführung eines elektronischen An- und Abmeldesystems, das 1993 endgültig eingeführt wird für alle Wanderer. Die andauernde Lobby zur Teilnahme von Rollstuhlfahrern an den Viertagen hat endlich Erfolg. 1995 dürfen sie offiziell mitmachen; die Belohnung besteht nicht aus dem Viertagekreuz, sondern aus der Denkmünze der Stadt Nimwegen; Unterschied muss sein. Annie Berkhout vollzieht 1996 ihre 60. Viertage; ein absoluter Rekord, und 1998 heißt Nimwegen den 1.000.000 Teilnehmer willkommen. Herrn de Blécourt schafft 1999 seine 60. Viertage, aber Frau Berkhout bleibt Rekordläuferin; 2002 läuft sie ihre 66. Viertage und bis heute ist sie immer noch die am häufigsten mitlaufenden Teilnehmerin. SBS 6, ein kommerzieller Sender, überträgt tagtäglich den Verlauf des Marsches. 2004 limitiert die Organisation die Höchstteilnehmerzahl auf 45.000 und ein Jahr später auf 47.500. Die Grenzen der Organisation und der Strecke sind erreicht. Die 90. Ausgabe der Viertage dauern nur ein Tag. Wegen der Wetterbedingungen wird die Organisation überspült von Hilfeanfragen und schließlich sterben 2 Menschen. Grund für die Organisation. in der kommenden Ausgabe einen Wetterkundigen einzustellen und zur Einführung von Sicherheitsmaßnahmen in der Strecke.

Das Kreuz Untergezeichneter 

Im Laufe der Jahren sind tausende von Andenken und Ähnlichem gemacht, die sich auf die Viertage beziehen. Für eine kleine Auswahl davon klicken sie den Katalog an.

Katalog

Für die historische Beschreibung der Nimwegener Viertage wurde für die Fakten dankbar gebrauch gemacht vom Buch: „De wereld wandelt“ ausgegeben im Jahr 1991 von der KNBLO und von der offiziellen Viertagewebsite. Mit Ergänzung von eigenem Material ist diese Geschichtsschreibung zustande gekommen.

Zur Haupt-Noviomagus.nl 

Copyright KNBLO / Henk Kersten, Noviomagus.nl

Heijen/Siebengewald, Oktober 2008

Thei Rutten & Klaus Lohne

(Met dank aan Sjaak Rutten voor de bemiddeling)

zurück

Reactiepagina

REAGEER:

Uw aanvullingen of opmerkingen zijn welkom!
Met dit formulier kunt u (nog) geen foto's versturen. Gebruik daarvoor uw e-mailprogramma.
Opmaak kan wel, bv <b>Vet</b> of <i>cursief</i> geeft Vet of cursief.
 
 Uw naam: en mailadres: